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Wir über uns

Die Turnerschaft als das sportliche Gewissen der Rahmer zu bezeichnen, wäre sicherlich verfehlt. Dennoch kommt der Turnerschaft in Duisburgs südlichstem Stadtteil eine besondere Bedeutung zu: Im Jahre 1906 von 26 ,ehrenwerten' Rahmer Bürgern gegründet, war sie über viele Jahrzehnte hinweg der einzige Sportverein im Dorf. Und auch im gesellschaftlichen Leben Rahms spielte die Turnerschaft lange Zeit eine wichtige Rolle. Turn- und Stiftungsfeste, monatliche Zusammenkünfte aller Mitglieder und die starke Präsenz des Vereins bei privaten Anlässen zeugen von einem familiären Umgang miteinander. Nur so ist zu erklären, daß bereits zwei Jahre nach der Gründung der Verein auf über 100 Mitglieder angewachsen war.

Und dieser Trend hält bis auf den heutigen Tag an: Mit über 600 Mitgliedern in den drei Abteilungen Handball, Fußball und Tennis ist der Organisationsgrad der Rahmer nach wie vor hoch. Zwar hat der Verein seinen familiären Charakter längst verloren, die herausragende Rolle als einziger Sportverein im Ort ist ihm aber erhalten geblieben. Der Hauptvorstand und die einzelnen Abteilungsvorstände sind sich der daraus resultierenden Verantwortung sehr wohl bewußt. Mit ihrer intensiven und erfolgreichen Jugendarbeit übernimmt die Turnerschaft eine gesellschaftspolitische Aufgabe, die heute wichtiger ist als je zuvor.

Es steht außer Frage, daß der Bau einer Sporthalle das sportliche und gesellschaftliche Leben in Rahm bereichern würde. Vor allem für junge Mädchen könnte mit Tischtennis, Volleyball, Gymnastik, Tanzen, etc. das Sportangebot erweitert werden. Auch die Handball-Jugend hätte dann Trainingsmöglichkeiten direkt vor Ort. Leider ist zu befürchten, daß der Hallenbau zum wiederholten Mal den Sparmaßnahmen der öffentlichen Kassen zum Opfer fällt. Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung sind deshalb weiterhin aufgerufen, zusammen mit der Turnerschaft nach finanzierbaren Lösungen zu suchen.